Studienbegleitende Journalistenausbildung

Die Ausbildung

Fachstudium + Journalistenschule = Studienbegleitende Journalistenausbildung: Was kann ein junger Journalist mehr wollen? Die dreijährige Journalistenausbildung - Bewerbungsschluss ist jeweils der 31. Mai, Ausbildungsbeginn dann das Frühjahr des Folgejahres - ist für katholische Studierende ein idealer Start in die berufliche Praxis und eine Alternative zum Journalistikstudium. Insgesamt 15 Studierende bekommen jedes Jahr ein Stipendium, um kostenlos die multimediale Ausbildung absolvieren zu können. Die Nachwuchsjournalisten werden in einem Wechsel aus Seminaren und Praktika ausgebildet, in den Semesterferien, parallel zum Studium. In den Intensivseminaren werden, angeleitet von erfahrenen Journalisten, die verschiedenen Stilformen (zum Beispiel Nachricht, Reportage, Kommentar) geübt und in druckreife oder sendefähige Beiträge umgesetzt. Die Pflichtpraktika bei Zeitungen, Nachrichtenagenturen, Onlinemedien und Rundfunkstationen vermittelt überwiegend das ifp. Spezialseminare zu Europathemen und zu aktuellen gesellschaftlichen Fragen ergänzen die Ausbildung.

Sie möchten das ifp kennenlernen? Wir laden Sie herzlich zu unserem Infoabend ein. Termin: Donnerstag, 7. April 2016, um 19 Uhr. Studienleiterin Isolde Fugunt stellt die Ausbildung vor, führt Sie durchs Haus und beantwortet Ihre Fragen. Bitte melden Sie sich bis 4. April bei Ingrid Trümper an.

Voraussetzungen

  • Sie haben Abitur.
  • Sie sind zum Zeitpunkt des Förderbeginns nicht älter als 28 Jahre.
  • Sie sind möglichst an einer deutschen Hochschule eingeschrieben oder werden das Studium in Kürze aufnehmen.
  • Sie studieren zum Zeitpunkt der Bewerbung höchstens im vierten Fachsemester (Bachelor, Staatsexamen, Magister, Diplom,...).
  • Sie interessieren sich für religiöse und gesellschaftliche Fragen.
  • Sie haben die Absicht, dem BA-Abschluss einen Master-Abschluss folgen zu lassen.

Stipendiaten des ifp sind in der Regel katholisch. Im ifp erleben junge Menschen eine christliche Gemeinschaft als Teil der katholischen Kirche. Das ifp und seine Mitarbeiter erwarten von allen Bewerbern eine Offenheit für den katholischen Charakter und die Glaubenspraxis der Journalistenschule.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie die Voraussetzungen für die Aufnahme erfüllen, dann setzen Sie sich bitte mit Studienleiterin Isolde Fugunt in Verbindung. Sie können ggf. einen Antrag stellen, um eine Ausnahmeregelung zu erreichen.

Bewerbungsschluss

Der nächste Bewerbungsschluss ist der 31. Mai 2016 für den Ausbildungsbeginn im Frühjahr 2017.

Bewerbungsunterlagen

  • Bewerbungsformular online ausfüllen mit Referenzadresse
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Begründung des Berufswunsches
  • Abiturzeugnis oder Zeugnis über Fachgebundene Hochschulreife (kann nachgereicht werden)
  • Immatrikulationsbescheinigung (kann nachgereicht werden)
  • Journalistische Praktikumszeugnisse (wenn vorhanden)
  • Arbeitsproben (wenn vorhanden)

In den Hinweisen zu den Bewerbungsunterlagen haben wir wichtige Informationen für Sie zusammengestellt.
* Wichtiger Hinweis: Es sind veraltete Flyer im Umlauf. Dort steht, dass das Persönlichkeitsgutachten mit der Bewerbung eingereicht werden soll. Dies ist nicht mehr der Fall.

Stufen des Bewerbungsverfahrens

1. Stufe: Bis 31. Mai 2016 reichen Sie Ihre Bewerbung über unser Online-Formular ein.
2. Stufe: Im Juni erhalten Sie von uns mehrere Reportagethemen zur Auswahl und schreiben innerhalb von etwa zwei Wochen eine Probereportage.
3. Stufe: Spätestens Mitte September verschicken wir die Einladungen für die Vorstellungsgespräche an die besten Bewerber. Falls Sie dazugehören, führen Sie bei den Auswahltagen in München (2. bis 4. November 2016) ein persönliches Gespräch mit einer Jury und schreiben anhand von Agenturmaterial eine Nachricht.

Ob Sie zu den 15 Stipendiaten des neuen Förderungsjahrgangs gehören, erfahren Sie bis Ende November 2016.

Ablauf der Ausbildung

1. Jahr: Das erste Seminar (Grundlagenseminar) findet in der Regel im Februar/März des ersten Stipendienjahres statt.

Im ersten Förderungsjahr führt ein vierwöchiges Grundlagenseminar in Theorie und praktischen Übungen in die journalistischen Stilformen Nachricht/Bericht und Reportage ein (Stimmen zum Grundlagenseminar). Dabei entsteht eine Übungszeitung (2015 zum Thema Wunder). Die Stipendiaten bekommen eine Einführung in Interviewtechnik, Pressefotografie, Rechercherecht und Presseethik, Kommentar sowie Recherche. Das Seminar bereitet auf ein mehrwöchiges Praktikum in der Lokalredaktion einer Tageszeitung in den Sommersemesterferien vor.

2. Jahr: Das zweiwöchige Hörfunk-Seminar im zweiten Ausbildungsjahr vermittelt in Theorie und Praxis die Grundlagen der modernen Hörfunkarbeit. Die Teilnehmer lernen die Stilformen Interview, Bericht mit O-Ton, Reportage und Magazin kennen. In der letzten Woche produzieren die Stipendiaten eine Magazinsendung mit Beiträgen, Moderation, Verpackungselementen und Musik für den Aus- und Fortbildungskanal M 94,5. Das Fernsehseminar macht die Stipendiaten mit den Grundlagen der Fernseharbeit bekannt, ergänzt durch ein Kameratraining im institutseigenen Fernsehstudio. Die Beiträge laufen auf afk TV und im ifp-Youtube-Kanal. Außerdem machen die Stipendiaten im zweiten Jahr der Ausbildungszeit mehrwöchige Praktika in Mantelressorts (z.B. Politik, Kultur) von Tageszeitungen, bei Nachrichtenagenturen und/oder bei Wochenzeitungen. 

3. Jahr: Im dritten Förderungsjahr wird die Ausbildung multimedial (Stipendiaten ziehen Bilanz). In einer Woche erhalten die Stipendiaten eine Einführung in den Videojournalismus. Im Abschlussseminar vertiefen die Stipendiaten ihre Kenntnisse in der Recherche durch die Arbeit an einer Magazingeschichte und bringen ihre in der Ausbildung erlernten Fertigkeiten im Ungang mit verschiedenen Medien in ein Crossmediaprojekt ein (siehe Linktipps am Ende der Seite). Eine Radio- oder Fernsehhospitanz bei einem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender gibt Einblick in die praktische Hörfunkarbeit bei einem Sender.

Zwei Spezialseminare zu aktuellen gesellschaftlichen oder kirchlichen Themen im Verlauf der dreijährigen Ausbildung ergänzen das Programm. Zudem gehört ein Spezialseminar Europa in Brüssel zur Ausbildung.

Praktika in renommierten Redaktionen

Die Stipendiaten absolvieren nach jedem Seminar mehrwöchige Praktika bei Zeitungen, Agenturen oder Onlinemedien und im Hörfunk. Die Hospitanzen werden vom ifp vermittelt. Darüber hinaus hat jeder Stipendiat die Möglichkeit zu weiteren Hospitanzen (z.B. bei Zeitschriften oder beim Fernsehen). Praktika verbessern die zukünftigen Chancen bei einer Bewerbung um ein Volontariat oder eine Redakteursstelle und helfen beim Start in die Freiberuflichkeit.

Extra-Programm

Besinnungswochenenden, Mentorenprogramm, Zusatzpraktika, Journalistenreisen, Kooperationsseminare, Jahrestreffen, Sprechtraining, Förderverein: Das ifp bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich über die Ausbildung hinaus weiterzubilden und in die Arbeit des ifp einzubringen. Katholikentage und Kirchentage haben ihren festen Platz im ifp-Kalender. Das zeigt auch ein Beitrag der ehemaligen Stipendiatin Hannah Hufnagel über das ifp beim 2. Ökumenischen Kirchentag 2010 in München.

Stipendium

Die Seminare sind für die Stipendiaten kostenlos. Reisekosten werden erstattet - vorausgesetzt wird lediglich der Kauf einer Bahncard 50. Zudem erhalten die Stipendiaten bei unbezahlten Praktika eine finanzielle Unterstützung, die die Lebenshaltungskosten am Praktikumsort deckt. Außerdem übernimmt das ifp einen Teil der Kosten, wenn Stipendiaten ein individuelles Sprechtraining absolvieren. Besondere journalistische Projekte, Auslandspraktika oder der Besuch von Fachtagungen werden vom Förderverein des ifp bezuschusst.

Studienleiterin

Verantwortlich für die Studienbegleitende Journalistenausbildung ist Studienleiterin Isolde Fugunt. Haben Sie noch Fragen? Melden Sie sich gerne bei ihr.

Das ifp

Weitere Informationen über das ifp finden Sie in der Rubrik Über uns. Zudem stellen wir uns auf YouTube im Video vor. Klicken Sie doch mal rein bei ifpTV und lernen Sie uns kennen. Im ifpBlickwinkel erzählen unsere Referenten von der Faszination ihres Berufs, gestehen handwerkliche Fehler ein und geben Tipps für Nachwuchsjournalisten.